Flugdienstzeiten

Kürzlich bin ich auf diesen interessanten Artikel gestoßen:

Bei Nachtflügen – Wann wird ein Mensch müde?

Die Wissenschaftler stimmen darin überein, dass höchstens 10 Stunden als sicher gelten, – die EASA will hingegen 11 Stunden erlauben. Die drei von der EASA selbst in Auftrag gegebenen Gutachten belegen unabhängig voneinander, ebenso wie schon der „Moebus-Report“ zuvor, dass Nachtflüge auf maximal 10 Stunden begrenzt sein sollten. Dies ist unter anderem darin begründet, dass jeder Mensch aufgrund seiner inneren, biologischen Uhr zur Nachtzeit stärker ermüdet als am Tag und sich diese innere Uhr auch nicht einfach „umstellen“ oder auf veränderte Bedingungen anpassen lässt. Dies wurde durch zahlreiche Wissenschaftler in Schlaflabor-Untersuchungen anschaulich belegt.

Flugdienste über diese Grenze von 10 Stunden hinaus verursachen kritische Ermüdungszustände und, damit einhergehend ein erhebliches Sicherheitsrisiko. In den USA wurden nach mehreren Unfällen, bei denen die Ermüdung der Besatzung eine Rolle spielte, bereits neue Flugdienstzeitregeln eingeführt. Seit Anfang diesen Jahres gilt in den USA für Nachtflüge ein Grenze von nur neun Stunden. Doch nachdem die EASA zunächst sogar eine Ausweitung auf 12 Stunden vorgeschlagen hatte, will sie aktuell – und scheinbar völlig willkürlich – das Limit auf 11 Stunden festlegen. Eine wissenschaftliche Begründung liefert sie dazu nicht.

Sind europäische Piloten des Nachts etwa leistungsfähiger als ihre amerikanischen Kollegen? Oder können sie etwa ihre innere Uhr einfach “überlisten” und werden daher nicht müde? – Wohl kaum!

Mehr Infos und UNTERSCHRIFTENAKTION auf http://www.flugdienstzeiten.de/petition/

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