Buenos Aires… auf der Strasse…

Was soll man dazu sagen, Pech oder Glück im Unglück…
Gestern hatte ich Standby, Bereitschaftsdienst und durfte „deadhead“, also als Passagier nach Buenos Aires fliegen. Der Kollege vor Ort ist erkrankt und ich springe ein, schon heute Abend geht es wieder nach Frankfurt.
Dadurch, dass ich an Bord wunderbar schlafen konnte, bin ich natürlich ohne Zögern in die Stadt marschiert, ein kleines Steak zum Mittagessen durfte es auch sein. Auf dem Weg wieder zum Hotel ist es dann passiert.
Ein kleiner Mann sprang mich von hinten an und würgte mich, zerriss mir dabei meine kleine Goldkette, die ich seit 30 Jahren ununterbrochen trage. Würgemale am Hals und ein paar Blutflecken im Hemd sind die Folge.
Ich kann nur sagen, das ging so schnell, eine Abwehr-Reaktion ist unmöglich.
Der Vorfall trug sich in belebter Strasse zu, die Menschen rundherum schauen nur verstört, Hilfe gabt es nicht, der kleine Kerl war schneller weg als er kam.
Wie er die Kette sehen konnte ist mir ein Rätsel, ich hatte mein Hemd bis auf den oberen Knopf geschlossen und sogar noch einen Pullover um den Hals gelegt. Irgendwann hab ich mir in Bangkok mal einen kleinen Buddha am Leder-Bändel gekauft, den hat er schön hängen lassen. Man wird wohl beobachtet und dann schlagen die Diebe ganz plötzlich zu.
Tja, auch das ist gelebtes FLiegerleben.

2 Gedanken zu „Buenos Aires… auf der Strasse…

  1. Hi Dieter,

    zum Glück ist nicht mehr passiert! Schade um die Kette und die Erinnerungen, die damit evtl. verbunden sind! Guten Rückflug trotzdem!

    Wäre interessant etwas über das Standbysystem zu erfahren.
    Wie schnell muss man im Falle des Einspringens am Flughafen sein?

    Viele Grüße,
    Ron

  2. Ok, Standby haben wir auf unserer Flotte zweimal im Jahr, jeweils fast eine Woche. Im Wechsel, also in den anderen viertel Jahren haben wir einen Reserve-Block, das heißt, innerhalb 12 Stunden müssen wir einsatzbereit sein…

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