Teheran… eine andere Welt!

Normalerweise fliegt unsere Flotte Teheran gar nicht an, das überlassen wir gerne den Airbussen!

Aber, wenn die Buchungszahlen so hochschnellen, dann muss reagiert werden und ein größeres Flugzeug wird eingesetzt.

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Also auf nach Teheran! Die Stadt liegt hoch, eingeschachtelt in noch höhere Berge, die auch jetzt noch unter Schnee liegen – Ski und Rodel gut!

Aufgrund der Berge ist der Anflug eher anspruchsvoll und endet auf einer fast 4,5 km langen Bahn.

So weit ist das ja nichts Besonderes… aber: direkt nach der Landung kommt Stationspersonal an Bord und reicht unseren Flugbegleiterinnen schwarze Mäntel und dunkelblaue Tücher – Verhüllung ist angesagt. Begeistert ist natürlich niemand von dieser Aktion, aber man macht es eben.

Im Crew-Hotel angekommen, haben wir eine extra für uns reservierte Etage, eine Crew-Lounge mit Fernseher. Das auf diesem Apparat eingestellte Programm, ist das einzige, das auch auf den Zimmern gesehen werden kann. Alkohol ist natürlich strikt verboten, Kaffee und Tee gibt es in rauen Mengen.

Der Blick aus dem hübsch orientalisch anmutenden Zimmer ist umwerfend. Die schneebedeckten Berge rund um die Stadt sind faszinierend!

Die Handy-Netze werden immer wieder vorübergehend abgeschaltet, Internet dürfen wir für eine Stunde kostenlos nutzen, darüber hinaus kostet jede weitere Stunde 5 US$, was allerdings nicht so viel bringt, da die meisten Internet-Adressen gefiltert und gesperrt werden – in Facebook, Skype und Googlemail komm ich schonmal nicht rein – verboten!

Leider hat uns Lufthansa aufgrund der politischen und teils blutigen Proteste, Ausgangssperre erteilt. Schah-Palast und Khomeni-Museeum hätte ich mir gerne angeschaut.

So bleibe ich in der Nähe des Hotels, geniesse persisches Kebab und kaufe mir einen kleinen Teppich. Auch hier wieder eine Besonderheit: trotz der Kreditkartenschilder am Eingang des Ladens, meint der Inhaber, dass man im ganzen IRAN nicht mit Karte zahlen kann., ich könne es aber in den nächsten Tagen von daheim überweisen… am besten auf sein Schweizer Konto!

Die herrliche Pool-Anlage wollte ich gerne nutzen – ging nicht: Mittwoch und Freitag ist Frauentag.

Apropos Frauen, diese sind z. T. sehr schick, trotz ihrer Tücher sehr modisch gekleidet und riskieren den einen oder anderen Flirt-Blick mit uns. Man sollte sich nicht darauf einlassen, es sei denn man möchte iranische Gefängnisse kennen lernen. Auch im Hotel darf man nur mit seiner eigenen verheirateten Frau das Zimmer betreten.

Mit etwas Verspätung verlassen wir das Hotel in Richtung Flughafen, die Fahrt ist wieder ein Erlebnis – kaum einer hält sich an die Fahrspuren auf der Autobahn, auch das Fahrtempo schwankt bei den Verkehrsteilnehmern von nahe 0 bis annähernd Schallgeschwindigkeit.

Fazit: jedes Land und vor allem je weiter es von uns weg ist, hat ja so seine Besonderheiten – in Teheran wirkt das alles eher etwas „strange“ und ich bin sehr froh, in einem freien Land zu leben.

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2 Gedanken zu „Teheran… eine andere Welt!

  1. Absolutely crazy culture. Maybe someday it will change and become a free place where we can all visit and see how rich their culture really is. In 1942 I’m sure no one ever thought they could visit Germany someday either…

  2. Zitat:
    „dass man im ganzen IRAN nicht mit Karte zahlen kann., ich könne es aber in den nächsten Tagen von daheim überweisen… am besten auf sein Schweizer Konto!“
    Zitat Ende

    Der Teppich wird dann aber erst nach Zahlungseingang versendet, oder ? Ansonsten wäre dies ja ein weltweit einzigartiger Vertrauensvorschuß

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