Namaskar

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Namaskar!
Ein kurzer Aufenthalt in Delhi hat immer was… ganz ehrlich, man reißt sich ja nicht darum, aber wenn es dann doch mal sein soll, ist es ok!

Wenn nicht sogar spannend – jedenfalls sieht man jedes Mal Neues, lernt dazu und gewinnt Eindrücke. Ich wollte ja mehr so einen ruhigen Wellness-Tag am Pool verbringen… den einen oder anderen Geocache hab ich auch schon in Delhi gefunden, irgendwelche besonderen Shopping-Absichten hatte ich nicht gehegt. Trotzdem, wenn man schon mal hier ist, muss man auch ein wenig Indian Life haben – zumal mir mein sehr lieber Captn und seine Frau, die auch in unserer Crew arbeitete einen besonderen kulinarischen Tipp für mich hatte. Gerne kocht man ja auch zuhause indisch – das ist nur meist recht aufwändig – aber es gibt ja “KITCHEN OF INDIA”! Fertiggerichte und (scheinbar) von besonders guter Qualität. In einem kleinen Supermarkt an einer Tankstelle wurde ich fündig und habe mehr oder weniger das komplette Sortiment erworben, dazu noch einige Gewürze (falls ich doch nachhelfen muss!) und PAPADAM-Rohlinge, indisches Maisbrot, das wohl am besten in der Mikrowelle gelingt.

Anschließend trieb es mich noch auf den Sarojini Nagar Market – die Menschenmengen, die Farbenpracht und die unterschiedlichsten Waren sind einfach faszinierend, auch wenn einem der etwas aufdringliche Handel schnell auf die Nerven geht. Spaß macht auch immer eine Fahrt mit dem TucTuc, hier deutlich langsamer und preiswerter als in Bangkok, das Oldtimer-Fan-Herz schlägt auch immer höher beim Anblick einer Royal Enfield – das einzige Motorrad, das es auch mit Dieselmotor gab – allerdings nicht ab Werk. Dabei handelte es sich um Umbauten, bei denen Dieselpumpen den Benziner (ursprünglich der Not gehorchend) ersetzten.

Jetzt noch schnell ein einfaches Rezept für Chicken Tikka: Hähnchenfilets würfeln mit Olivenöl und Tikka Massalla (Curry!) Gewürzmischung anbraten, ablöschen, gehackte Tomaten aus der Dose dazu geben und mit Kokosmilch aufgießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken… dazu Basmati Reis, frische Zwiebelringe und Gurkenstücke – fertig!

Namaskar! Das heißt übrigens guten Tag und auf Wiedersehen… gegrüßet seist Du!
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5 Gedanken zu „Namaskar

  1. Namaskar Dieter,

    bei diesem Ziel muss ich (der halbindische Jazzpianist mit Geburtsort Delhi, MySpace ist leider noch nicht am Start…) ja mal kurz zurückschreiben.
    Papadam in der Mikrowelle? Berichte mal, was da passiert…
    Ich kenne es so: Eine Pfanne mit viel Öl füllen (Höhe bis zum ersten Fingerknöchel), dann erhitzen und die Padadams von hinten in die Pfanne schieben. Die werden dann schnell kross, werfen ein paar Blasen und müssen fix wieder herausgenommen werden. Gut abtropfen lassen!
    Zum Spazieren ist übrigens der Lodi Park in Delhi ganz schön (vormittags Schulklassen!)…und absolut friedvoll und majestätisch ist Humayuns Tomb, gar nicht so weit vom Lodi Park. Hat etwas vom Taj Mahal, ist aber nicht überlaufen. Etwas trubeliger ist es am Laxmi Narayan-Tempel, der im „Zuckerbäcker“-Stil erbaut und bunt angemalt ist.
    Geht die Route eigentlich nachwievor über Turkmenistan und Afghanistan? Wie damals, als ich im Cockpit mitfliegen durfte?
    Gibt es festgelegte Routen oder ständig wechselnde?
    Ich fand die hell erleuchtete Grenze zwischen Indien und Pakistan wirklich absurd…
    Viele Grüße,
    Ron

  2. Danke für die Tipps… in de Mikrowelle funktioniert es aber scheinbar auch. Ich hab keine – gehts auch im Ofen?
    Die Strecke ist meistens über Turmenistan und Kabul…
    Die Grenze ist der Hammer, wollte ich mal meiner Frau zeigen – da war Stromausfall!
    Ich stell noch einen Fotoversuch rein…

  3. Stromausfall, das kennt man aus Indien. Soweit gehen die Rüstungsausgaben also nicht, dass da noch Stromaggregate an der Grenze aufgestellt werden, ein Glück.
    Jetzt bin ich wirklich gespannt auf die Papadams aus der Mikrowelle. Mal sehen, wen ich damit behelligen kann. Vielleicht passiert auch etwas Unvorhergesehenes wie bei Schokoküssen. Evtl. verwandeln sie sich in Butter Nan. Oder gleich in ein Vegetable Biriyani…Standing by for digestion.

  4. Bin auch gespannt, was Du berichtest!
    Übrigens gehe ich gerne zum Connaught Place, zum Markt am Red Fort und ganz witzig fand ich auch das Eisenbahn – Museeum. Die Parks und Tempel, die Du nanntest, besuche ich dann beim nächsten Mal.

  5. Es funktioniert! Mein indischer Cousin in Bremen (der gerade seine Diplomarbeit bei Airbus abgeschlossen hat, also auch ein Bezug zum Fliegen…) hat die Papadams aus der Mikrowelle genossen, sie triefen eben nicht so vor Fett…Danke für den Tipp!

    Hier noch einer zu Delhi: Im Goethe-Institut (das in Indien Max Mueller-Bhavan heißt) in der Kasturba Gandhi Marg gibt es ein Restaurant auf der Terrasse (das Gebäude selbst gleicht einer vornehmen Villa mit Garten) mit einfachen, aber leckeren Speisen.
    Da sitzen tagsüber immer viele Studenten aus den Deutsch-Kursen, die sich freuen, mal etwas Konversation in deutsch zu machen! Manchmal kommt man richtig ins Plaudern.
    Happy Landings,
    Ron

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