Im wirtschaftlichen Sinkflug

Die Krise in der internationalen Luftfahrtindustrie verschärft sich: Die aktuellen Verkehrszahlen der International Air Transport Association (IATA) für den Monat Januar 2009 zeigen mit einem Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Einbruch bei der Passagiernachfrage. Auch das weltweite Frachtaufkommen befindet sich mit einem Rückgang um 23,2 Prozent im Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiterhin in einem dramatischen Sinkflug.

Wie die IATA weiter mitteilt, ging die Passagiernachfrage den fünften Monat in Folge zurück und reduzierte sich im Vergleich zum Monat Dezember 2008 um einen weiteren Prozentpunkt. Die Kapazitäten reduzierten sich um 2,0 Prozent, die durchschnittliche Auslastung lag bei 72,8 Prozent und damit um 2,8 Prozent niedriger als im Januar des Vorjahres.

Noch akuter ist die Situation im internationalen Frachtbereich: Den achten Monat in Folge ging das weltweite Cargo-Aufkommen zurück. Im Dezember 2008 sank es bereits um 22,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, im Januar 2009 betrug der Rückgang verglichen mit dem Vorjahr 23,2 Prozent.

„Überall schrillen die Alarmglocken“, kommentiert Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, die aktuellen Verkehrszahlen. „In jeder Region melden die Fluggesellschaften hohe Rückgänge im Frachtsektor. Abgesehen von den Airlines im Mittleren Osten, sinkt zudem in allen Regionen die Nachfrage von Seiten der Fluggäste. Die Industrie befindet sich in einer globalen Krise, und wir haben ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht.“

Den stärksten Einbruch bei den Passagierzahlen meldeten mit einem Minus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Fluggesellschaften in Asien, gefolgt von den Airlines in Nordamerika (6,2 Prozent). Auch in Europa sank die Nachfrage der Fluggäste im Januar 2009 um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Lateinamerika um 1,4 Prozent und in Afrika um 2,6 Prozent. Lediglich im Mittleren Osten wurde ein Zuwachs um 3,1 Prozent bei den Fluggastzahlen verzeichnet.

„Die Umsätze in der Luftfahrtindustrie werden sich um 35 Milliarden US-Dollar auf 500 Milliarden US-Dollar verringern“, prophezeit Giovanni Bisignani. „Wir rechnen derzeit für die internationale Luftfahrt mit Verlusten in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr.“

Der Luftfahrtverband IATA (International Air Transport Association) repräsentiert rund 230 Fluggesellschaften weltweit, die 93 Prozent des internationalen Luftverkehrs ausmachen. (Quelle: Pressemitteilung IATA)

Ein Gedanke zu „Im wirtschaftlichen Sinkflug

  1. Im wirtschaftlichen Sinkflug – Gott sei Dank!!!

    Die motorisierte Fliegerei ist im Prinzip der reine Wahnsinn. Es ist für viele Menschen unvorstellbar wieviel fossile Energie hier „sinnlos“ vergeudet wird. Es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten um von A nach B zu kommen. Leider ist das Fliegen viel zu bequem und viel zu billig. Im Jahr 2005 gab es 4 MILLIARDEN Flugpassagiere! Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Im Jahr 2005 gibt es weltweit 6,5 Milliarden Menschen. Das heißt jeder Mensch fliegt fast einmal im Jahr! OK, ich bin auch einmal in meinem Leben von Deutschland nach Amerika geflogen. Das war vor ca. 20 Jahren. Seitdem bin ich BEWUßT nicht mehr mit Passgierflugzeugen geflogen. Also ich fliege sehr selten. Viele Menschen kommen überhaupt nicht in den Genuß fliegen zu können. Somit gibt es SEHR WENIGE, die GANZ viel fliegen (müssen!!!!). Sorry, das muß ein Ende haben. Nach dem Finanzkollaps droht uns nämlich der Klimakollaps. Und dann „gute Nacht“.

    Sonnige Grüße
    Jürgen Werner

    http://solarier.blogspot.com/
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    Zahl der Flugpassagiere weltweit gestiegen

    Die Zahl der Flugpassagiere ist im vergangenen Jahr(2005) weltweit um sechs Prozent auf rund vier Milliarden gestiegen. Der wichtigste deutsche Flughafen in Frankfurt ist dabei auch international ganz weit vorne.
    Quelle:http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/zahl-der-flugpassagiere-weltweit-gestiegen;1049382
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    Ein Blick auf das Jahr 2005
    Weltbevölkerung: Arm und Reich im Vergleich

    Die Weltbevölkerung wird zum Ende des Jahres 2005 einen neuen Höchststand erreichen: Voraussichtlich 6.517.279.141 Menschen werden in der Nacht zum 1. Januar das neue Jahr begrüßen.

    Diese aktuelle Zahl gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zum Jahresende bekannt. Damit ist die Weltbevölkerung seit 1999 um mehr als eine halbe Milliarde gewachsen. Und sie wächst weiter: alle zwei Sekunden um fünf Menschen. Das sind mehr als 1,5 Millionen pro Woche und etwa 80 Millionen jährlich.

    Fast so viele Menschen, wie Deutschland Einwohner hat. 95 Prozent dieses Wachstums findet in den Entwicklungsländern statt.

    Ein Vergleich der Lebensverhältnisse von Arm und Reich im Jahr 2005:

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