Delhi

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Viel hat sich verändert in Indien seit den Anschlägen von Bombay/Mumbai. Das merkt man auch in Delhi.

Die Sicherheitskontrollen sind extrem, jedesmal wenn man das Hotel betritt, wird man komplett inklusive Koffer und aller Einkaufstüten „flughafenähnlich“ durchleuchtet.

Ankommende Autos an den Hotels werden mit einem Spiegel von unten untersucht, Kofferraum und Motorraum werden gecheckt.

Das Polizeiaufgebot in der Stadt ist extrem und durch die starke Bewaffnung furchteinflößend.

Trotzdem habe ich wieder einen Taxi-Trip zum Connaught-Place unternommen, die Fahrt ist recht schön, führt am Regierungskomplex und an dem berühmten Gate of India vorbei.

Der Verkehr ist überwältigend und bunt. Hindu Motors, oder kurz HM prägt das Straßenbild zusammen mit den gelbgrünen Tuctucs.

In den runden Säulen-Gebäuden, die den Platz säumen, sind jede Menge toller Geschäfte untergebracht, vom antiquarischen Buchladen über Haushaltswaren zu Modegeschäften gibt es alles. Ich kaufe hier gerne meine Hemden, beste Qualität zu super Preisen.

Ein typisch indischer Snack darf dabei nicht fehlen – diese gibt es hier an jeder Ecke. Doch Vorsicht, nicht jeder verträgt die indische Kost von der Straße…

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Über Dieter

Willkommen an Bord. Als Pilot im Cockpit einer Boeing 747 bin ich viel unterwegs. Wer so wie ich auf den Wolken reitet, sieht und erlebt eine Menge. Ich plaudere hier sozusagen aus dem Koffer.

3 Gedanken zu „Delhi

  1. Hallo Dieter,

    hier schreibt Dir ein flugbegeisterter Jazzpianist im vertrauten Blog-„Du“, wie es auch unter uns Musikern üblich ist.
    Gäbe es Dein Tagebuch nicht, müsste man es erfinden – eine famose Idee mit toller Umsetzung: Reisenotizen ganz aktuell aus aller Welt mit schönen Bildern und immer verbunden mit dem Traum des „Mal-eben-Abheben-und-über-allen-Dingen-Schwebens“. Hoffentlich bleiben uns Deine Berichte noch lange erhalten, ich bin erst vor einer Woche darauf gestoßen.
    Mitte der 70er Jahre erblickte ich das Licht der Welt in Delhi (als Sohn deutsch-indischer Eltern), deshalb nehme ich Deinen letzten Flug dorthin zum ersten Schreib-Anlass.
    Bedingt durch den Beruf meiner Eltern war ich als Baby und Kleinkind bereits Stammgast bei LH und hege und pflege immer noch das Lego-Flugzeug in blau-weiß-grau-gelber Sonderanfertigung, das ich damals an Bord geschenkt bekam (diese Kundenbindung hat funktioniert!). Zu meinen ersten Kindheitserinnerungen zählt natürlich auch der Geruch von Kerosin, den ich heute immer noch begeistert erschnuppere, während andere sich angeekelt abwenden. So ist das, wenn man der Fliegerwelt einmal erlegen ist.
    Indien ist ja gewiss kein einfaches Reiseland. Die Luft in den Großstädten ist mittlerweile miserabel, die Extreme sind unglaublich und schwer verständlich, aber immer wieder bieten sich rührende und grandiose Details, wunderbare zwischenmenschliche Erlebnisse.
    Ich las über Hugo Junkers, dass er bei seiner Pionier-Arbeit das Völkerverbindende vor Augen hatte, das ich im Flugzeug immer gesehen habe. Ein Stück Heimat – der beleuchtete Kranich am Heck. Und dann wiederum Sehnsucht beim Anblick der Palast-Fenster des Air India-Jumbos.
    Gerne wäre ich Pilot geworden, doch eine leichte, aber hinreichende Rot-Grün-Schwäche hat mich dann letztlich nicht einmal den Pilotentest versuchen lassen – gut möglich, dass ich auch aus anderen Gründen gar nicht zu den auserwählten 5% gehört hätte. Nun hatte ich vor vielen Jahren das große Glück, mit einem befreundeten und mittlerweile pensionierten LH-Kapitän im Cockpit nach Delhi zu fliegen. Da flammte die Begeisterung nochmal auf – zum Glück gibt es ja den PC-Flugsimulator, der mit der nötigen Hardware, den vielen Add-Ons und blühender Phantasie ein bisschen Flugflair in Echtzeit vermittelt. Die Vorstellung ist für Dich vermutlich in etwa so, als würde mir jemand ein Plastikklavier präsentieren und nur so tun, als spielte er darauf…
    Nebel gibt es ja im Jazzclub auch manchmal, doch jetzt habe ich noch eine ganz konkrete Frage zum großen Nebel-Problem in Delhi: Trotz CatIIIb (oder IIIa?) auf der neuen Runway ist wohl die Sicht manchmal so schlecht, dass dann doch umgeleitet wird. Kürzlich sah ich die LH760 weiter nach Chennai fliegen – erst morgens kam sie dann nach Delhi, kein kleiner Umweg. Abgesehen vom zusätzlichen Treibstoff – kann das eine 2er-Crew fliegen? Oder ist bei wahrscheinlichem Nebel doch noch eine Ersatzcrew an Bord? Bzw. in den Wintermonaten der SFO? Mumbai wird ja auch zu zweit angeflogen, weshalb die Strecke wohl eher zu den anstrengenderen zählt, oder? Als Teenager und lange vor dem 11. September durfte ich sogar mal im Cockpit einer 747-200 nachts in Bombay starten. Gespenstisch: Die Landescheinwerfer tauchten die Slums am Flughafenzaun in hellstes Flutlicht und kurz darauf war die Welt mit ihren Sorgen und Problemen plötzlich wieder ganz klein, im Sternenhimmel über dem Arabischen Meer…
    Vielen Dank für deine Zeilen und bis bald mal wieder von Pianist zu Pilot!

  2. Ich richte gerade eine neue MySpace-Musikseite ein, sobald sie steht, werde ich sie mitteilen! Meine „work in progress“-Homepage, die ich unbedingt selbst erstellen möchte, leidet unter meiner Zeitnot, vielleicht klappts im Sommer.
    Durch Deinen Houston-Bericht weiß ich jetzt, dass Du ab und zu auch über die Hammond fliegst.
    In einer meiner Bands spiele ich ab und zu Orgel – allerdings mit Hilfe eines original Hammond-Moduls, dass in einen Pilotenkoffer passen würde. Sogar mit Zugriegeln und Holzverkleidung, allerdings sind die Samples schon ein wenig verstaubt.
    Es gibt eine schwedische Firma, deren Instrumente rot sind (mehr ist wohl aus werbetechnischen Gründen nicht erlaubt…) und die mit unglaublich guten Samples von Hammond und Fender Rhodes bzw. Wurlitzer Pianos ausgestattet sind.
    Bei einer original Hammond müsste ja die ganze Band mit anpacken. Oder aber, man kann sich ein paar Roadies leisten…Daran arbeite ich noch :-)
    Happy Landings!

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