Tempelhof soll Weltkulturerbe werden

Die Freunde des Flughafens Berlin-Tempelhof geben nicht auf. Das Aktionsbündnis www.be-4-tempelhof.de hat zum Erhalt des historischen Airports ein Neues Bürgerbegehren im Bezirk Tempelhof Schöneberg gestartet. Unter dem Titel: „Bürgerbegehren: Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten – als Weltkulturerbe schützen“ sammelt das Berliner Aktionsbündnis ab sofort Unterschriften mit dem Ziel eines neuen Bürgerentscheides. Anders als der ICAT Volksentscheid zum Flughafen Tempelhof steht dieses mal nicht die Nutzung als Verkehrsflughafen, sondern der Erhalt als Denkmal mit dem langfristigen Ziel eines Weltkulturerbes zur Abstimmung und im Mittelpunkt des Bürgerbegehrens.
Flughafen Berlin Tempelhof Halle

Foto: Alan Ford http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:TempelhofInterior.jpg

Im Klartext hat das neue Bürgerbegehren folgenden Wortlaut:

„Stimmen Sie für folgende Empfehlungen an das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin?

1. Der Zentralflughafen Berlin-Tempelhof ist ein Denkmal von nationalem und internationalem Rang und als solches dauerhaft zu erhalten und zu schützen. Der bestehende Denkmalschutz für die Gesamtanlage (Gebäude und Vorfeld) ist ohne Einschränkung beizubehalten und darüber hinaus durch das Landesdenkmalamt auf Freiflächen, Roll- und Startbahnen mit Schutzstreifen sowie Betriebsflächen auszudehnen. Die Erweiterung des Denkmalschutzes rechtfertigt sich aufgrund der herausragenden geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung des Objekts (gemäß § 2 Abs. 2 und 3 DSchG Bln) und insbesondere der Nutzung als Flughafen. Die Ernennung zum Weltkulturerbe ist intensiv zu betreiben. Eigentümer, Betreiber und Öffentliche Hand sind gemeinsam zum Erhalt zu verpflichten.

2. Das Bezirksamt soll sich beim Landesdenkmalamt für die Erweiterung des Denkmalschutzes und bei Senat und Bundesregierung für eine zukünftig schwerpunktmäßige Nutzung als Regierungs-, Rettungs-, und Ausweichflughafen einzusetzen.

3. Der Flächennutzungsplan für das Tempelhofer Feld soll auf den Stand von 1984 zurückzuführt werden. In jedem zukünftigen Bebauungsplan soll die flugbetriebsfremde Bebauung sowie die Umnutzung untersagt und die bestehenden Bauschutzbereiche analog §12 ff. LuftVG weiterhin freigehalten werden.

Kostenschätzung des Bezirksamts

Das Bezirksamt sieht sich nicht in der Lage, eine belastbare Einschätzung der Kosten zu erstellen, die sich aus der Verwirklichung des mit dem Bürgerbegehren verfolgten Anliegens ergeben würden, weil u.a. nicht absehbar ist, wer Betreiber des Flughafens sein könnte.
Ich unterstütze das Bürgerbegehren mit meiner Unterschrift“.

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