Der Outside-Check

Oft sieht man als interessierter Passagier einen der Herren aus dem Cockpit in Warnweste und mit Taschenlampe bewaffnet um das Flugzeug schleichen – was macht der da?

Den Outside-Check!

Bei der Übernahme eines Flugzeugs durch eine andere Crew und vor jedem Flug, muss sich die Cockpit-Besatzung von der Flugtüchtigkeit ihres Geräts überzeugen.

Dies geschieht einmal durch Einsicht in die technischen Bordbücher, durch Übergabe seitens der Technik, aber eben auch durch den Outside-Check.

Wie es im Namen schon heißt, man muss sich von der Unversehrtheit des Flugzeugs von außen überzeugen.

Worauf wird geachtet?

Äußerer Gesamtzustand, Dellen in den Flügeln und Klappen, Reifen, Bremsen, läuft irgendwo Hydrauliköl aus, sind alle Druckventile frei, ist das Outflowvalve geöffnet, sind die Lampen und Lichter funktionsfähig, sehen die Türen und Tore gut aus, Triebwerke: sind die Schaufeln in Ordnung, Cowling, läuft hier Öl aus – beim Jumbo macht dies in der Regel der Kapitän und legt dabei durch die Größe des Vogels eine ganz schöne Strecke zurück. Auf der Kurz-/ Mittelstrecke macht der Kapitän bei der Übernahme den Check, bei weiteren Legs kann er delegieren.

Man glaubt es als Laie sicher nicht, aber die kleinste Kleinigkeit fällt auf… dann ist die Technik dran und das Flugzeug wird wieder startklar gemacht.

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Die gute alte CONDOR!

Und wenn ich da so Zeit hab in Frankfurt, dann besuche ich auch schon mal die gute alte CONDOR… immerhin habe ich in dieser Firma fast 13 Jahre lang die Boeing 757 und 767 zu allen nur erdenklichen Urlaubszielen gesteuert. Eine schöne Zeit war das!

Viel ist geschehen, Vieles hat sich geändert, Thomas Cook und Air Berlin sind die Namen, die immer wieder in diesem Zusammenhang in der Presse genannt werden… für mich bleibt die Condor aber DER URLAUBSFLIEGER!

Und es ist immer wieder nett, alte Freunde und Bekannte zu treffen und über alte Zeiten, oder auch die Zukunft zu plaudern.

Während meiner Zeit bei Condor habe ich auch intensiv bei der Abteilung „Safety und Security“ mitgearbeitet – über die CRM-Seminare habe ich ja bereits berichtet.

Heute bin ich dann bei der Condor auf eine ganz famose neue Website gestoßen, die jeder Flugbegeisterte gesehen haben muss:

www.joint-training.condor.de

Hier erfährt man alles über Ziele, Sicherheit, Ausbildung, Training und die Berufsmöglichkeiten, die sich in einer solchen Firma bieten. Viel Spaß beim Schmökern, Träumen und vielleicht öffnet sich ja für so manchen ein neues Tor in eine fliegerische Zukunft.

Rosengarten

Solche „Standbylines“ kann man auch für besondere Besuche nutzen… in den freien Stunden zwischen den Bereitschaftszeiten hat es mich mal wieder in meine alte Heimat verschlagen: ZWEIBRÜCKEN in der Pfalz – nicht nur, dass es dort ein tolles Outlet-Center und die 35000-Einwohnerstadt eine hübsche Stadtmitte bietet, es gibt hier auch jede Menge Veranstaltungen, wie Pferderennen, Grasbahnrennen, Fischerfest, Stadtfest – auch eine riesige Badelandschaft ist vorhanden.

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Mal wieder STANDBY

Wir hatten es schon mal davon: Bereitschaftsdienst in Frankfurt – wir nennen das Standby! Und das steht so alle 4-6 Monate im Dienstplan.

Innerhalb einer Stunde muss ich einsatzbereit sein, also scheidet Reutlingen als Aufenthaltsort dann aus.

So sitze ich an der Lufthansa – Basis am Flughafen Frankfurt, erledige liegengebliebene Post, lese die neuesten Änderungen in der Flugzeugdokumentation, besuche in der Firma nette Kollegen und warte, ob es was zu fliegen gibt.

Vielleicht kann ich ja auch noch den einen oder anderen Bericht für den Blog vorbereiten.