Stadtspaziergänge

Schon immer dachte ich, es fehlt ein Reiseführer für Leute, die nur kurz in einer Stadt sind, wenig Zeit haben und das Ganze am besten zu Fuß erkunden möchten.

Warum soll ich nicht so was schreiben?

Ich fang mal ganz in der Nähe an – man muss ja nicht immer zu sehr in die Ferne schweifen, um Neues zu erleben – Frankfurt!

Wenn man Frankfurt hört, denkt man immer an eine hässliche Stadt voller Banken, aber eigentlich gibt es hier sehr schöne Ecken, tolle Villenviertel, das Mainufer und die berühmte Einkaufsmeile Zeil, nicht zu vergessen Sachsenhausen mit unendlich vielen guten Kneipen voll südländischem Flair.

Beginnen wir unseren Spaziergang an der Hauptwache, mit allen möglichen Bahnen kommt man hier an und falls das Auto zur Anfahrt diente, gibt es hier genügend Parkhäuser – mein Lieblingsparkhaus ist die „Börse“, die man bei der Gelegenheit gleich mal anschauen kann.

Wenden wir uns zunächst entgegen der Richtung Zeil und laufen in die Fressgass, ja so heißt die wirklich, der Name erklärt sich schnell von allein, jede Menge Gastronomie für den kleinen und großen Hunger findet man hier. Nehmen wir an, wir haben unseren Marsch mittags begonnen, dann ist jetzt Zeit für einen guten Kaffee – vielleicht am rechten Eck vor der Alten Oper. Hier lohnt es sich sowieso ein wenig zu bleiben und diesen Prachtbau zu genießen, unweit gelegene Parks laden ebenfalls zum Verweilen ein.

Gut, zurück zur Hauptwache uns ab in die Zeil – Shopping pur! Wie lange man hier bleibt, sei jedem Geldbeutel selbst überlassen, sehr schön sind auch die kleinen Straßen parallel zur Zeil mit ihren Antiquitäten- und Kunstläden. Ist die Einkaufstour beendet, wendet man sich an der Hauptwache wieder Richtung Main, also Süden, und kommt so zum Römer, dem historischen Rathaus Frankfurts, ein richtig schöner Platz mit herrlichen Fachwerkhäusern und der Nikolai-Kirche, die immer 5 Minuten nach voll ein tolles Glockenspiel bietet.

Weiter Richtung Süd überqueren wir den Main, genießen dabei die Skyline (die Banken sind nämlich gar nicht so hässlich) und kommen ans Museumsufer, Bier- bzw. Äppelwoi-Gärten laden mal wieder zu einer Pause ein.

Doch weiter ein Stück rechts und dann links – schon sind wir in Sachsenhausen, es sollte mittlerweile der Abend beginnen, dann kann man sich hier in der typischen Frankfurter Gastronomie oder aber auch in modernen, mediterranen Restaurants niederlassen und mit den fröhlichen Hessen leicht ins Gespräch kommen… ich würde dann lieber mit der Bahn nach Hause, ins Hotel oder wo auch immer fahren…

Übrigens: rechts vom Römer findet man die Tourist-Information mit Stadtplänen, Infos und einem Plan aller Museen und Galerien… für die, die mehr Zeit haben!

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