10 Gedanken zu „Flugzeug entgeht im Orkan nur knapp einem Crash

  1. Und wenn man das Video dazu sieht, kann man nur sagen: Hut ab vor dem Piloten und der Pilotin! Meisterleistung!

    Da wird einem schnell klar, warum ihr sooooo viel trainieren müsst!

    Gerne nochmal: Hut ab vor der Crew!!!

  2. Ja, irgendwie erschreckend, wie die NAtur doch gewaltig zuschlagen kann… ich möchte da nicht drin gesessen haben – weder vorne noch hinten! Zum Glück ist es ja so gut gelaufen!

  3. War in dieser Situation die erlaubte Seitenwindkomponente für das Flugzeug überschritten?
    Hätte der Pilot die Piste 23 verweigern und stattdessen die
    die 33 anfordern sollen?

  4. Naja, das hätte er sicher machen können. Aber wir wissen nicht genau, ob die Bö genau aus 33 kam, oder ob der Querwind insgesamt genau aus 33 kam.
    Darüber hinaus ist die 33 in EDDH soweit ich weiß nicht dieselbe Ausstattung wie die 23:
    33: LOC/DME
    23: CAT IIIb
    Ich bin kein Pilot, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Kapitän bei den Witterungsverhältnissen nicht unbedingt einen LOC/DME-Approach fliegen möchte und lieber auf einen PrecisionApproach setzt und die Querwindkomponente (sofern sie im Rahmen der OPs lag) als fliegbar validiert hatte.
    In diversen Foren und auch auf SPON sagen EXPERTEN ja auch, dass der Anflug von vornherein nicht stabil war, weil der Pilot kurz vor dem Aufsetzen nochmals nachkorrigieren musste. Ich wusste ja nicht, dass man einen Approach bei Böen so „stabil“ fliegen kann, dass man kein einziges Mal nachkorrigieren muss, aber vielleicht kann auch hier Dieter Hintergrundinformation liefern.
    Ich finde es nur spannend, dass die EXPERTEN, die lediglich ein Video sehen, über die „Fehler“ des Piloten so genau Auskunft geben können, OHNE die genauen Daten der Windbedingungen, der genauen Steuersignale des Piloten, den Speedsettings, usw. zu haben. Sensationsgeilheit pur. Da wird der Pilot zuerst zum Helden hochgejubelt, und dann muss man sich natürlich im selben Medium auch das Vergnügen machen, diesen „vermeintlichen Helden “ (den man selber generiert hat) vom Sockel zu stossen.
    Ich bin ja noch nicht so viele Approaches bei solchen Bedingungen mitgeflogen, aber ich weiß, dass mein Freund (PPL/IFR/3500hrs) beim ApproachBriefing bei starkem Wind immer gesagt hat: Das kann sein, dass ich sehr heftig eingreifen muss, wenn wir eine Böe bekommen. Und ich denke, dass auch der Kapitän der LH von der Bö nicht völlig unerwartet getroffen wurde, sondern gewissermassen mit einer gewissen Vorspannung an Stick und Throttle saß…..
    Warum sagt man nicht einfach nur: Wir konnten dokumentieren, dass Piloten der LH auch unter schwierigsten Bedingungen ihren Job sehr gut machen.

    Was für ein Sermon! Aber irgendwie hab ich jetzt mal mein Herz ausgeschüttet.
    Dieter: kürz bitte raus, was unpassend ist….

    Dieter D.

  5. Das ist ein sehr ausführlicher Kommentar, in dem auch so ziemlich alles steht, was es zu sagen gibt.
    Ihr habt sicher alle großes Verständnis dafür, wenn ich mich hier vollkommen raushalte… Sorry und Danke!

  6. Sorry – aber ich muss euch korrigieren – das war alles andere als eine fliegerische Meisterleistung…..

    Klar wer nicht selber fliegt kann es nicht beurteilen – aber wer das Video genau anschaut wird erkennen, dass
    der Pilot/die Pilotin

    1. falsch anfliegt – außerhalb /links von der Centerline
    2. das Flugzeug zu hoch abfängt – nochmals versucht nach rechts zu fliegen um auf die Centerline zurück zu kommen.
    3. wird nach links verhoben, möglicherweise auch weil die Speed zu niedrig war, er muss beim Übergang die rechte Fläche in den Wind hängen…. aber
    4. er lässt die linke Fläche hängen
    5. wird nach links fast von der Bahn geweht
    6. berührt mit der linken Fläche die Runway und leitet erst
    7. jetzt den Go-around ein.

    In der Tat wäre zu prüfen ob die maximale Seitenwindkomponente überschritten war – die steht aber nur „als demonstrierte“ Seitenwindkomponente im Handbuch. Es ist die Entscheidung des Piloten ob er die Landung versucht – rechnen muss er selber können.

    Bei dem Seitenwind muss er mindestens 30 kts über seiner normalen Anflugspeed anfliegen. Dann fliegt er auch noch völlig ohne Flaps an. Mag sein, dass das so im Handbuch steht, ganz ohne Flaps ist aber ungewöhnlich.

    Das Flugzeug muss richtig in den Boden geflogen werden, rechte Fläche hängen lassen und mit dem rechten Hauptfahrwerk aufsetzen!

    Der Kapitain hat viel zu spät den Go-Around eingeleitet – wie man lesen kann ist die Co-Pilotin geflogen – dann muss er spätestens eingreifen als sie viel zu hoch abgefängt.

    Also – alles in allen keine fliegerische Meisterleistung – sondern der Schutzengel ist mitgeflogen.
    Mögen sie das besser üben in Zukunft!

  7. Mag ja sein, daß einiges von dem was pilot77 schreibt tatsächlich so gewesen ist, jedoch finde ich es nicht ok, die Leistung der Piloten hier so zu kritisieren. Ich gehe davon aus, daß diese Kritik auf dem beruht, was in diesem kurzen Video zu sehen war, oder war pi´lot77 gar im Flugzeug?
    Da lobe ich mir das Verhalten von Dieter, als Fachmann könnte er hier sicher vieles komentieren, doch er behält seine Vermutungen für sich!
    Auch denke ich nicht, daß die Piloten noch mehr üben sollten, eigentlich eine Frechheit, eine solche Aussage- für mich war es eine klasse Leistung.

    ME109

  8. Schade, dass jetzt schon auf einem Blog diese unsinnigen Streitereien losgehen :-(

    Ich kann nur hoffen, dass auch alle (sorry) Klugscheisser, in voller Kenntnis sind über alle Umstände:

    – genau Windkomponenten
    – alle anderen Parameter des Anfluges
    – voll Profis auf der A320 sind
    – das LH OM-B für den 320 im Schlaf rückwärts aufsagen können
    – selbiges für die LH OM-A

    Es ist einfach widerlich, was da eben in der Presse abgeht. Angeheizt durch eben solche Klugscheisser, Besserwisser und Super Flight Sim Piloten die mit ihren stellenweise total unqualifizierten Comments, allen Gerüchten Nährboden geben.

  9. Zitat pilot77:

    ‚…Bei dem Seitenwind muss er mindestens 30 kts über seiner normalen Anflugspeed anfliegen….‘

    und

    ‚…Dann fliegt er auch noch völlig ohne Flaps an…‘

    Kaum passiert etwas, kommen die ‚Profis‘ aus den Löchern!

    Da sollte man es doch wie Dieter machen, und sich jeglichen Kommentars zum Hergang bei diesem Incident enthalten. Der Untersuchungsbericht wird zeigen, was sich tatsächlich abgespielt hat. In diesem Sinne…

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