Essen in der Luft

Den einen läuft voller Vorfreude das Wasser im Mund zusammen, den anderen wird schon beim Gedanken daran übel: Essen im Flugzeug spaltet die Geschmäcker. Köstlich ist auf jeden Fall der Aufwand, mit dem Airlines ihren Gästen das Menü an Bord als erlesene Kunst verkaufen – meistens jedoch nur in den unerschwinglichen Luxusklassen. Vielflieger wissen allerdings, dass zwischen Reklame und Realität oft Welten liegen, und rächen sich auf ihre Weise. Im Netz wartet eine Website nur darauf, Bilder und Bewertungen von Passagieren aus aller Welt öffentlich zu machen.
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Das amerikanische Airlinemeals.net bezeichnet sich ganz unbescheiden als „the worlds first and leading website about nothing but airline food“, und erfüllt auf leckere Weise den Wunsch vieler, schon vor dem Start einen präzisen Eindruck davon zu gewinnen, wie lecker das ist, was in der Luft auf den Tisch kommt – und zwar in allen Klassen bei fast allen Airlines, die unterwegs sind. Die Bewertungen kommen von Passagieren rund um den Globus, die unterwegs Kamera und Notzblock oder Notebook bezückt haben. Das Surfen auf Airlinemeals.net gehört zu den amüsantesten Freizeitbeschäftigungen von Flugfans, die gerne essen.

Bilder und Kommentare sind in vier Kategorien geordnet: Im Bereich „meals and stuff“ wird das gezeigt und beschrieben, was alle Passagere bekommen. Darunter finden sich Spezialmenüs, etwa für Vegetarier oder Diabetiker. Ebenfalls vertreten sind Crew Menüs. Das Kapitel „special interest“ bietet Einblicke in die Küchen der Caterer, Speisekarten und eine Sammung von Werbeanzeigen zum Thema. Besonders empfehlenswert ist „meals and stuff“, weil es hier zur Sache geht.
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„Ich habe das Sandwich wieder ausgespuckt“, beschreibt ein Gast die belegten Brote auf einem Flug in der Economy Class, und das dazugehörige Foto macht in der Tag keinen Appetit. Ein anderer Gast der Franzosen, der ebenfalls Holzklasse geflogen ist, lobt dagegen die leckere Lachs-Roulade. Voila! Die Kommentare zeigen klar, dass es kaum einen Zusammenhang zwischen Aussehen sowie Namen des Gerichtes und seinem Geschmack gibt. Beispielsweise erhalten Nudeln in Tomatensoße, serviert von einer Charterairline, das höchste Lob „geschmacklich sehr gut“, während ein beeindruckend aussehendes mehrgängiges Business-Dinner an Bord einer der größten Fluggesellschaften vom Testgourmet als „wenig aufregend“ bezeichnet wird.

Jetzt sind wir darauf gespannt, wie es den Checkliste-Kommentatoren an Bord geschmeckt hat. Bilder werden gerne vom webmaster@gea.de zu einem informativen Kommentar dazugestellt. Wir sind schon ganz hungrig darauf.

Ein Gedanke zu „Essen in der Luft

  1. Also ich muss sagen bei Lufthansa hat es mir noch immer geschmeckt. First Class ist natürlich eine Klasse für sich, aber auch in der Eco schmeckt es bei LH eigentlich immer. Das einzigste, was ich nicht hinunter bekomme, ist das aufgewärmte Rührei in der ECO um 04:00Uhr morgens auf dem Rückflug von New York nach Frankfurt. Da bevorzuge ich dann lieber Joghurt oder so was leichteres.

    LH ist auch eine der wenigen Airlines, die innerhalb von Europa noch kostenloses Essen und Getränke servieren, das ist bei den meisten anderen Airlines wegen dem Konstendruck durch die ganzen Billigflieger weggefallen. Selbst bei SAS muss man jetzt dafür bezahlen.

    Doch selbst bei den 19€-Fliegern gibts noch was zwischen die Zähne, mein Tipp: der Schocko-Muffin bei Germanwings – ist für ein Muffin zwar recht teuer, aber schmeckt sehr amerikanisch…!

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