Was packt ein Pilot ein?

Neulich wurde ich gefragt: was nimmt ein Pilot eigentlich so mit, wenn er auf Tour geht? So wenig wie möglich… aber genau das ist sehr „relativ“ Ich hab jedenfalls immer zu viel dabei!

Aber nun zu den Details. Kulturbeutel und genügend Kleidung, dem Ziel entsprechend ist ja klar. Wenn es im Hotel Möglichkeiten für Sport und ein Schwimmbad gibt, dann soll natürlich auch die Sporttasche und die Badehose mit.

Ganz wichtig: gute, bequeme Schuhe!

Falls man gesellschaftliche Ereignisse unterwegs erlebt, ist ein Sakko immer als Standard eingepackt.

Da wir ein dienstliches Laptop besitzen mit einer privaten Partition, muss nicht unbedingt der MP3-Player in den Koffer – oder doch, für längere Spaziergänge gar nicht schlecht.
Aber eine kleine Box für den guten Sound hab ich immer mit.

Lesestoff darf nicht fehlen!

Seit neuester Zeit hab ich für evtl. Geocaching ein GPS-Gerät im Koffer.

Da ich dem Fotografenhobby stark verfallen bin, hab ich immer die richtige Fotoausrüstung im Gepäck. Speicherkarten, CDs, DVDs (falls man das alles gleich brennen möchte…).

Jedes Mal wenn ich das Haus verlasse, überprüfe ich mein Flight-Kit, auf die wesentlichen Inhalte… Lizenz, Gesundheitszeugnis, Pass, Impfbuch, Rechner, Lineal, Textmarker für die Karten, Handy, Kuli…

10 Gedanken zu „Was packt ein Pilot ein?

  1. Was ich mich frage: Wozu braucht ein Pilot in seinem Flight-Kit ein Handy? Das telefonieren ist doch in Flugzeugen strengstens verboten – oder gilt das etwa nur für die Passagiere?

  2. Es ist ja immer wieder schön und spannend, mit dem Flugzeug unterwegs zu sein – aber irgendwann, besonders bei langen Reisen, wirds dann doch mühsam … und man freut sich auch darauf, am Ende einer Reise angelangt zu sein. Macht es eigentlich immer Spaß, unterwegs sein zu müssen und aus dem Koffer zu leben?

  3. Haben sie keine Havanna-Zigarren dabei?

    Ich dachte, dass Piloten immer ein paar gute Havannas dabei hätten, die sie während des Fluges rauchen, so wie es im Film immer ist !

  4. Du sprichst von einem Gesundheitszeugnis. Wie sicher kann ich eigentlich sein, dass „mein“ Pilot bei einem Flug genauso gut gecheckt ist wie das Flugzeug, dass er steuert und in dem viele Menschen sitzen?

  5. Unterliegt eigentlich das Gepäckstück eines Piloten oder eines Flugbegleiters auch einer Gewichtsbeschränkung? Passiert das Gepäckstück eines Piloten auch die Sicherheitskontrolle? Man sieht an Flughäfen ja des öfteren, daß die Crew direkt mit einem Bus zur Maschine gebracht wird und mit ihr auch das Gepäck der Crew, wurde diese dann bereits vorher kontrolliert?

  6. Also dann: fang‘ ich mal an:
    1.) Natürlich darf auch ein Pilot während des Fluges nicht telefonieren, davon abgesehen, dass es gar nicht funktioniert und man nur das umgebende Netz lahm legt.
    Während der Flugvorbereitung ist es allerdings oft nötig, den einen oder anderen Stationsmitarbeiter zu erreichen… dies geschieht heute sogar über ein Diensthandy.
    Und: ich rufe von unterwegs auch mal gerne meine Familie zuhause an.
    2.) Na ja, auf dem Jumbo ist man so ca. 4x im Monat „on Tour“ und man gewöhnt sich an den Koffer… Wenn man dann wieder daheim ist, freut man sich auf die ordentlich aufgeräumten Sachen in einem normalen Schrank.
    3.) Das wär ja echt nicht schlecht, so eine dicke Havanna im Cockpit – nur würden sich sicher die Firstclass-Gäste über den Dampf beschweren. Nein, nein, auch wir dürfen an Bord nicht rauchen…
    4.) Da kannst Du sehr sicher sein! In keinem Beruf wird man öfter gecheckt. Einmal im Jahr die Komplettuntersuchung beim Fliegerarzt mit Belastungs-EKG und Blutuntersuchung.
    Viermal im Jahr Simulator, einmal ein sog. Linecheck, einmal im Jahr Emergencytraining mit Security und Dangerous Goods…
    Die entsprechenden Verkehrsgebiete müssen regelmässig angeflogen werden – falls die Zeitspanne überschritten wird, muss im Selbststudium das Wissen darüber aufgefrischt werden, einmal im Jahr schreiben wir einen Technik-Test… ich glaub, das war’s…
    5.) Gewichtsbeschränkung ergibt sich aus der Tatsache, dass ich es selbst schleppen muss… Sicherheitskontrolle: OH JA!!! Und das oft sogar intensiver, als bei den Passagieren – die Attentäter vom 11. September waren schließlich in Piloten-Uniformen gekleidet. Die Kontrollen finden in Frankfurt auf unserer Basis in einem extra errichteten Terminal statt, wo auch unsere Pässe kontrolliert werden. Von hier aus werden wir zum Flugzeug gebracht. Im Ausland werden wir in der Regel mit den Passagieren zusammen (allerdings in anderen Warteschlangen…) kontrolliert.

  7. Ist man eigentlich als Pilot wenn man jetzt zum Beispiel in San Francisco landet gleich fertig oder was erwartet einen noch?
    Was machen sie während den Aufenthalten im Ausland?

  8. Man gibt uns 15 Minuten Nacharbeitszeit… meistens dauert es länger, bis wir den Flieger verlassen. Dann kommen die Einreisekontrollen, dann die Busfahrt ins Hotel – aber dann hat man frei, bis zum nächsten sog. Pickup, die Zeit, zu der unser Crewbus wieder in Richtung Flughafen fährt. Dann kommen auch wieder die Kontrollen, die Papiere, die Vorbereitung und die entsprechenden Checks am Flugzeug.
    Ja, wqas machen wir während des Aufenthalts? Mancher geniesst nur sein Hotelzimmer, andere sind in den Städten unterwegs, andere machen Touren um Land und Leute kennenzulernen. In jedem Fall muss man sich so weit erholen vom Hinflug, um den Rückflug wieder sicher durchzuführen.
    Ich selbst bin gerne viel unterwegs und versuche die Welt wenn auch in nur kurzer Zeit ein wenig besser zu erleben.
    Landestypisches Essen geört dazu…
    Da kann ich ja bald mal drüber schreiben!

  9. Klar, aber bei Ausbildungsbeginn darf eine bestimmte Stärke der Gläser nicht überschritten werden und spätzer gibt es auch ein Limit.

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