Horserace in Ascot

London, da flieg ich mit meinem Dickschiff eigentlich gar nicht hin, außerdem könnte meine Frau, die London wie ihre Schultasche (…sie ist Englischlehrerin!) kennt, viel mehr erzählen… Ich hab heute mal was ganz anderes zu berichten.

Richtig fein rausgeputzt erscheinen Ute und ich etwas zu spät (irgendwie hatte sich alles gegen uns gestellt, Baustellen in der Londoner Subway, kein Mietauto mehr da!)an der Rennbahn.

Ganz frech fahren wir zum P1, direkt am Eingang. Der Wärter fragt uns nach Prepaidparking – haben wir nicht. Gut: dann 20 Pfund… äh… wie viel, ja 40 Pfund. „No, I give you 10!“ „OK!!!“ na also, geht doch.

Auf zum Grand Stand, die Haupttribüne, vorbei an den Royal Enclosures. Schnell noch wetten – wir kennen uns nicht aus, Ute sucht nach dem schönsten Namen… das Rennen ist so schnell vorbei, kaum Zeit zu fotografieren, man versteht nix, aber wir gewinnen… Sieg und Platz gesetzt, unser Pferd wurde zweiter.

Was für eine Atmosphäre, die meisten tragen Abendgarderobe, die Männer im Frack mit Zylinder, aber wenn mich nicht alles täuscht – die sind alle schon total beso… . Unmengen Bier, Sekt und Pimm’s No.1 werden ausgeschenkt.

Horserace in Ascot

Zu Essen gibt es auch jede Menge, dafür bleibt jedoch keine Zeit. Wetten, Rennen, Siegerehrung, Gewinn abholen… au ja: die Queen ist auch da – kaum 50 Meter von uns entfernt. So vergeht der Tag wie im Flug (aha: da haben wir ja den Bezug zu unserem Fliegerblog!).

Nach den Rennen singen die ca. 20000 Besucher gemeinsam so etwa 20 britische Volkslieder, welch eine tolle Stimmung… übrigens schien die meiste Zeit die Sonne – nix mit englischem Wetter.

Einziger Wermutstropfen: beim Ticketkauf fühlt man sich doch leicht übers Ohr gehauen: wir haben je Ticket bei einer Agentur inkl. aller Gebühren 143,50 Pfund bezahlt, an der Tageskasse kostet sie nur 58… englischer Humor?

Schreibe einen Kommentar